Notdienstpauschale

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Wie berechnet sich die Höhe der Notdienstpauschale?

Die Berechnung der Notdienstpauschale erfolgt quartalsweise für das Vorquartal und berechnet sich wie folgt:

   Erzielte Einnahmen aus dem Abrechnungsquartal
− 
abzgl. Verwaltungsausgaben für das Abrechnungsquartal
= Ausschüttungsvolumen
÷
Dividiert durch Anzahl der geleisteten (Voll-)Notdienste
= Notdienstpauschale pro geleistetem (Voll-)Notdienst

Ist die Höhe der Notdienstpauschale konstant?

Nein. Die Berechnung der Notdienstpauschale hängt von variablen Größen insbesondere der Summe der im Abrechnungszeitraum abgegebenen Packungsmengen der verschreibungspflichtigen Packungen von Humanarzneimitteln und der geleisteten (Voll-)Notdienste ab. Daher variiert die Notdienstpauschale von Quartal zu Quartal.

Wann und wie erhalte ich die Notdienstpauschale?

Die Auszahlung der Notdienstpauschale des NNF an die Apotheken erfolgt spätestens bis zum Ende des auf das Abrechnungsquartal folgenden Quartals.

Hinsichtlich der Auszahlung gibt es zwei Wege:

  1. Bei Beauftragung eines Rechenzentrums zur ANSG-Abwicklung erfolgt die Auszahlung generell über dieses an die Apotheke.
  2. Haben Sie auf die Einbindung Ihres ApoRZ verzichtet, so erfolgt die Auszahlung der Notdienstpauschale direkt vom NNF auf das seitens der Apotheke angegebene Konto.

Kann ich auf die Auszahlung der Notdienstpauschale verzichten?

Grundsätzlich Ja. Der Verzicht bedarf jedoch einer schriftlichen Erklärung des Betriebsstättenerlaubnisinhabers gegenüber dem Nacht- und Notdienstfonds.

Der Verzicht auf die Notdienstvergütung entbindet jedoch nicht von der Verpflichtung zur Realisierung und Weitergabe der Nacht- und Notdienstfonds-Beträge, d.h. Stammdatenmeldung und Selbsterklärung fallen mit einem Vergütungsverzicht nicht weg.

Kann eine direkte Auszahlung beantragt werden, obwohl eine vertragliche Vereinbarung mit dem Rechenzentrum dazu besteht?

Der Nacht- und Notdienstfonds zahlt derzeit außerhalb der Einverständniserklärung mit Ihrem Rechenzentrum nur in folgenden Fällen an die Begünstigten die Notdienstpauschale aus:

  • bei eröffneten Insolvenzen
  • bei Pfändungs- und Überweisungsbeschlüssen/-verfügungen
  • bei Schließungen bzw. Verkauf von Apotheken, wenn das Schließ – bzw. Übergabedatum innerhalb des jeweiligen Abrechnungsquartals liegt.

Was muss ich beachten, wenn ich einen Notdienst nicht geleistet / getauscht / zusätzlich wahrgenommen habe?

Die für Sie zuständige Landesapothekerkammer meldet dem NNF quartalsweise die gemäß § 20 Absatz 1 Apothekengesetz geleisteten Notdienste. Hierfür legen die LAK die Ihnen zum Meldezeitpunkt bekannten Diensteinteilungen zugrunde. Daher sind Änderungen grundsätzlich bereits von der LAK entsprechend bearbeitet und werden dem NNF geändert mitgeteilt.

Geben Sie Ihrer Kammer Änderungen von Dienstbereitschaften in Ihrer Apotheke jedoch nicht zeitnah bekannt, kann es zu Falschmeldungen an den NNF kommen.

Prüfen Sie daher stets Ihre geleisteten Notdienste und geben Änderungen unverzüglich an Ihre LAK weiter, sodass Änderungen von der LAK eingearbeitet werden können.

Hinsichtlich der allgemeinen Regelungen zur Dienstbereitschaftsverpflichtung in Ihrem Kammerbezirk bitten wir Sie die entsprechenden Regularien Ihrer zuständigen LAK zu beachten. Insbesondere müssen Sie klären, ob die Anzeige von Notdiensttauschen bei Ihrer LAK erst nach Ableistung dieses Notdienstes zu einer nachträglichen Genehmigung seitens der LAK führt, oder nicht.

Erhalten Sie keine nachträgliche Genehmigung, wird der von Ihnen zwar tatsächlich geleistete Notdienst nicht an den NNF gemeldet, weil Sie hierzu nicht bestimmt wurden.

Für den Anspruch auf die Notdienstpauschale muss neben der zeitlichen Komponente (spätestens 20:00h bis mindestens 6:00h des Folgetages) nämlich der Notdienst sowohl tatsächlich geleistet worden sein, als auch von der zuständigen LAK eingeteilt worden sein (zum Notdienst bestimmt).

Wie kann ich meine Notdienste prüfen?

Die von Ihrer Landesapothekerkammer (LAK) gemeldeten Notdienste werden erst im 3. Monat des Folgequartals beim NNF verarbeitet.

Daher ist eine telefonische Nachfrage vor Erstellung des Auszahlungsbescheides erst ab diesem Zeitpunkt möglich. Des Weiteren können Sie bei Ihrer LAK nachfragen.

Grundsätzlich müssten Sie jedoch Ihre geleisteten Notdienste in einem Quartal selbst errechnen können, da Sie zur Dienstbereitschaft verpflichtet sind und Ihnen zu Beginn und über das Jahr – bei Änderungen – die Einteilung der Notdienste von Ihrer LAK mitgeteilt werden.