Vorbemerkungen

Die nachfolgenden Antworten zu den am häufigsten gestellten Fragen sollen helfen, die im Gesetz getroffenen Regelungen und deren mit allen Verfahrensbeteiligten abgestimmte Umsetzung besser zu verstehen.

Die Gliederung der FAQ ist aus Lesbarkeitsgründen thematisch und alphabetisch geordnet.

Die Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und werden vom NNF laufend aktualisiert und ergänzt. Der NNF und seine Mitarbeiter/-innen sind ausschließlich für die operative Umsetzung des verabschiedeten Gesetzes zuständig und nicht für seine Entstehung.

Anregungen und Fragen werden gesammelt und an die zuständigen Stellen weitergeleitet bzw. in den FAQ aufgenommen.

Die veröffentlichten Rechtsgrundlagen werden sorgfältig zusammengetragen. Jedoch wird keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität gegeben.Gesetze, Verordnungen oder amtliche Bekanntmachungen sind nur gültig in ihrer jeweils amtlichen Fassung, die in den amtlichen Verkündungsblättern veröffentlicht wurden.

Das System um den pauschalen Zuschuss zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes basiert auf Vertrauen und Kooperation. Dabei zieht nicht nur der Nacht- und Notdienstfonds treuhänderisch für die anspruchsberechtigten Apotheken die Gelder ein, sondern auch jeder einzelne Apotheker, da diese von den Kostenträgern (Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Selbstzahler usw.) 16 Cent mehr pro abgegebene Packung von ANSG relevanten Fertigarzneimitteln, auf Grund der Erhöhung des Festzuschlages, zweckgebunden zur Finanzierung der Notdienstpauschale, erhalten.

Der sich daraus ergebende Betrag ist dann an den Nacht- und Notdienstfonds in gesetzlich bzw. vertraglich festgelegten Abständen abzuführen. Daher ist jeder Apotheker für das Gelingen dieser Unternehmung mitverantwortlich und sollte sich berufsständisch in einer Solidargemeinschaft sehen. Folglich ist es für den Nacht- und Notdienstfonds Arbeitsvoraussetzung, dass die Apotheker mit diesem vertrauensvoll zusammenarbeiten und die Abrechnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung und anderer Kostenträger, die nach dem Sachleistungsprinzip an ihre Versicherten leisten, ordnungsgemäß erfolgen, sowie die „Sonderbelege Selbsterklärung“ nach bestem Wissen und Gewissen der Apotheker ausgefüllt und an den Nacht- und Notdienstfonds gemeldet werden.

Kommt es jedoch zu eklatanten Auffälligkeiten, hat der Gesetzgeber den Deutschen Apothekerverband e. V. zur Sicherung der Ansprüche der Notdienst leistenden Apotheken ermächtigt, Schätzungen und Prüfungen vorzunehmen, denn letztlich fehlt das Geld nicht beim Nacht- und Notdienstfonds, sondern bei den Apotheken.