Zahlungen / Mahnungen

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Wie erfolgt die Abführung der 16 Cent an den NNF?

Haben Sie dem Rechenzentrum eine entsprechende Einverständniserklärung erteilt, müssen Sie sich diesbezüglich um nichts mehr kümmern. Das Rechenzentrum berücksichtigt die an den NNF abzuführenden Beträge automatisch bei der monatlichen Abrechnung und weist diese in ihren Abrechnung auch explizit aus. Die Abführungsbeträge werden dann monatlich an den NNF durch das Rechenzentrum überwiesen. (VORGESCHLAGENER WEG)

Folgen Sie diesem, auf die standardisierten Verfahrensabläufe aufsetzenden, Weg nicht erhöht sich für alle Beteiligten der Aufwand wie folgt:

1.     Für den GKVRx-Anteil

  • die Rechenzentren sammeln die Daten über die abgegebenen Packungsmeldungen und übersenden diese – entgegen des Verarbeitungsstandards – quartalsweise (im Folgemonat des Abrechnungsquartals an den NNF)
  • das Rechenzentrum holt sich bei Ihnen eine Einzelerlaubnis zur Abführung der Gelder ein und führt diese an den NNF ab (der Ausweis erfolgt i. d. R. über die Abrechnung des auf das Abrechnungsquartal folgenden zweiten Monats)

2.     Für den PKVRx-Anteil (Sonderbeleg „Selbsterklärung“)

  • nach Einsendeschluss für die Sonderbelege „Selbsterklärung“ erstellt der NNF für die Apotheken ohne Einverständniserklärung eine entsprechende Belastungsdatei an die jeweiligen Rechenzentren
  • da die Rechenzentren für die Abführung an den NNF grundsätzlich zuständig sind, erstellen diese eine „Rechnung“ an die Apotheke mit terminierter Überweisungssaufforderung des NNF-Abführungsbetrages an das Rechenzentrum
  • nach Eingang der Gelder beim Rechenzentrum erfolgt die Überweisung an den NNF
  • Gelder, die nicht zeitgerecht beim Rechenzentrum eingegangen sind, sind direkt an den NNF zu überweisen

 

Welche Zahlungen sind immer direkt an den NNF zu übermitteln?

Alle Forderungen, die durch entsprechende Kostenbescheide durch den NNF festgesetzt werden

  • Kostenbescheid für Schätzungen und
  • Kostenbescheid für Widerspruchbearbeitung

sind immer durch den betroffenen Apotheker direkt an den NNF zu überweisen.

Bei Forderungen aus Verpflichtungsbescheiden haben Sie – soweit Sie Ihr Rechenzentrum mit der Abwicklung gegenüber dem NNF beauftragt haben – nichts Weiteres zu tun. Ihr Rechenzentrum überweist die Forderungsbeträge des NNF automatisch im Rahmen der Abrechnung direkt und zeitgerecht an den NNF.

Haben Sie Ihr Rechenzentrum nicht mit der Abwicklung gegenüber dem NNF beauftragt werden Sie zunächst durch Ihr Rechenzentrum zur Überweisung des NNF-Forderungsbetrages aus dem Verpflichtungsbescheid aufgefordert. Dieses führt nach Zahlungseingang den Betrag an den NNF. Sollte eine Überweisung an das Rechenzentrum nicht zeitgerecht erfolgen können, haben Sie den offenen Forderungsbetrag direkt den NNF zu überweisen.

Wozu benötigt der NNF meine Bankverbindung?

Wenn Sie vom NNF um die Übermittlung Ihrer Bankverbindung gebeten werden, kann das mehrere Gründe haben:

  • die Notdienstpauschale kann nicht über Ihr Rechenzentrum ausbezahlt werden, weil:
    • zum Zeitpunkt der Bescheiderstellung für den Auszahlungsbescheid keine Einverständniserklärung zur Auszahlung an Ihr Rechenzentrum vorlag
    • kein aktives Abrechnungsverhältnis mehr mit Ihrem Rechenzentrum bestand, weil z. B. die Apotheke geschlossen bzw. verkauft wurde
    • aufgrund eines Inhaberwechsels mit gleichgebliebenen IK das Rechenzentrum keine inhaberbezogenen Zuordnung des Auszahlungsbetrags vornehmen kann
    • die Überweisung zwingend auf ein abweichendes Konto vorgenommen werden muss (Bsp.: eröffnete Insolvenzverfahren, Pfändungs- und Überweisungsverfügungen)
  • Sie haben dem NNF fälschlicherweise Geld überwiesen, das Ihnen zurückerstattet werden muss
  • zu Ihren Gunsten wurde eine Entscheidung des NNF korrigiert und es hat eine Erstattung zu erfolgen

Was passiert, wenn die Forderungen des NNF nicht bezahlt werden?

Bestehen Ihnen gegenüber offene Forderungen seitens des NNF, erhalten Sie zunächst eine 1. Zahlungserinnerung – ohne Mahngebühren.

Zahlen Sie innerhalb der neuerlichen Zahlungsfrist die offene Forderung nicht, erhalten Sie eine Mahnung mit Mahngebühr, die entsprechend § 19 Absatz 2 Verwaltungsvollstreckungsgesetz ermittelt wird.

Sollte auch hierauf nicht gezahlt werden, wird die Vollstreckung über die Hauptzollämter eingeleitet, was für Sie mit weiteren Kosten verbunden wäre.

Besteht ein Anspruch auf die Zahlung einer Notdienstpauschale wird die Möglichkeit der Aufrechnung mit offenen Forderungen geprüft. Hierauf besteht jedoch kein Anspruch.