Zahlungsabwicklung

Der Apotheker/die Apothekerin hat für alle in einem Quartal abgegebenen Packungen von verschreibungspflichtigen Humanfertigarzneimitteln 16 Eurocent pro abgegebener Packung an den Nacht- und Notdienstfonds des Deutschen Apothekerverbandes e. V. (NNF) abzuführen.

 

Zur Bestimmung der Anzahl der abgegebenen relevanten Packungen von verschreibungspflichtigen Humanfertig-arzneimitteln sind dem NNF die erforderlichen Daten zu melden (Meldepflichten).

 

 

 

 

Der NNF ist berechtigt, die Anzahl der abgegebenen Packungen von relevanten Humanfertigarzneimitteln, die über den Sonderbeleg „Selbsterklärung“ an den NNF zu melden sind, zu schätzen, wenn die Meldung darüber nicht fristgemäß erfolgt ist oder aufgrund tatsächlicher Anhaltspunkte unplausibel erscheint (Schätzungen).

Der Abführungsbetrag, der sich aus der Anzahl der Packungen je Apotheke multipliziert mit 0,16 ergibt, wird mittels Verpflichtungsbescheid festgesetzt. Bei etwaig durchgeführten Schätzungen wird zusätzlich ein Kostenbescheid erlassen.

Die Zahlung des festgesetzten Abführungsbetrages an den NNF erfolgt, soweit ein Apothekenrechenzentrum für die allgemeine Abrechnung der in der Apotheke abgegebenen Verordnungen eingeschalten wird, über dieses. Liegt eine Einverständniserklärung vor, erfolgt die Zahlung bereits in monatlichen Teilbeträgen mit der Meldung der Packungsmengen.
 

Eine Direktzahlung des im Verpflichtungsbescheid festgesetzten Abführungsbetrages an den NNF durch den Apothekeninhaber/die Apothekeninhaberin erfolgt nur dann, wenn ein Abrechnungsverhältnis mit einem Apothekenrechenzentrum nicht mehr besteht. Dies kann bei einem Apothekenrechenzentrumswechsel ebenfalls der Fall sein.
 

Eine Direktzahlung an den NNF erfolgt immer, wenn:

  • ein Abrechnungsverhältnis mit einem Apothekenrechenzentrum nicht mehr besteht, dies kann auch bei einen Apothekenrechenzentrumswechsel gelten, hängt jedoch vom Einzelfall ab,

  • die Forderung aus einem Kostenbescheid beglichen werden soll,

  • Forderungen aus einem Zwangsmittelverfahren bezahlt werden sollen,

  • Mahngebühren bezahlt werden sollen oder

  • nachträgliche Änderungen beim Verpflichtungsbescheid oder Auszahlungsbescheid vorgenommen wurden (Widerspruchsbescheid oder Änderungsbescheid), da die Abrechnung mit den Apothekenrechenzentren bereits abgeschlossen gewesen ist.

Der pauschale Zuschuss für geleistete Vollnotdienste, der mittels Auszahlungsbescheid apothekenbezogen festgesetzt wird, kann ebenfalls direkt durch den NNF an die Berechtigten (grds. Apothekeninhaber/-innen) oder durch schuldbefreiende Zahlung an das jeweilige Apothekenrechenzentrum ausgezahlt werden.
 

Bei Vorliegen einer Einverständniserklärung erfolgt die quartalsweise Auszahlung der Notdienstpauschalen schuldbefreiend an das jeweils beauftragte Apothekenrechenzentrum.
 

Eine Direktzahlung durch den NNF erfolgt, wenn:

  • keine Einverständniserklärung vorliegt
  • eine Aufrechnung vorgenommen wurde
  • die Apotheke zeitnah zum Auszahlungstermin geschlossen, verkauft, umfirmiert wurde oder umgezogen ist.

Soweit Bankverbindungen fehlen, werden diese bereits vor Versand der Auszahlungsbescheide angefordert.

 

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