Allgemeine Fragen und Antworten zur Kostenerstattung für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI)

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Die grundsätzliche Antragstellung erfolgt ausschließlich über das Apotheken-Portal des Nacht- und Notdienstfonds des DAV e. V.


Hierzu ist es notwendig, dass sich die Apotheken vorab beim NNF für das Apotheken-Portal registrieren und seitens des NNF freischalten lassen. Hier geht es zur Registrierung

Wenn Sie sich nicht beim NNF-Portal einloggen können, kann das mehrere Gründe haben:

 

  1. Es ist noch keine Registrierung für das Portal erfolgt. (z. B. Fehlermeldung "Unbekannter Nutzer"). Das können Sie jetzt hier gleich nachholen. Hier geht es zur Registrierung.
     
  2. Sie sind bereits registriert, aber es wird zuerst die Nutzung des "Aktivierungslinks" verlangt. Bitte prüfen Sie die Nachrichten in Ihrem Postfach der Portal-E-Mail-Adresse vom Tag/Folgetag Ihrer Online-Registrierung. Sollten Sie die entsprechende E-Mail nicht (mehr) finden, rufen Sie uns bitte an unter 030 3404490-0 oder -18. Bitte halten Sie Ihre NNF-ID (NNF-xx-xxxxx) bereit.
     
  3. Sie haben Ihr Passwort vergessen. Dann können Sie sich ganz einfach mit der Funktion "Passwort vergessen" selbst ein neues Passwort vergeben. Danach erhalten Sie wieder eine E-Mail mit einem Aktivierungslink.
     
  4. Ihr Passwort wurde mehrfach falsch eingegeben, Ihr Zugang wurde gesperrt. Dann können Sie sich ganz einfach mit der Funktion "Passwort vergessen" selbst ein neues Passwort vergeben. Danach erhalten Sie wieder eine E-Mail mit einem Aktivierungslink.

Die NNF-ID im Format "NNF-xx-xxxxx" ist in jedem Anschreiben des NNF an die Apotheken-Inhaber*innen aufgeführt.

 

Bitte prüfen Sie daher zuerst Ihre Dokumente (NNF-Briefe, NNF-Bescheide, Kontoauszüge).

 

Sollten Sie Ihre NNF-ID aktuell nicht zur Hand haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Die Höhe der abgegebenen GKVRx-Packungsabgabemenge der vier Vorquartale vor TI Antragstellung können Sie selbst vorab über folgende Wege ermitteln:

  • Im NNF-Portal (nach Login) unter "Meine Meldungen" - jeweils die GKVRx-Werte aus den letzten vier Vorquartalen entnehmen und addieren
  • Aus den NNF-Verpflichtungsbescheiden, ebenfalls auch zu finden im NNF-Portal unter "Meine Bescheide", (Vorgehen wie zuvor)
  • Ermittlung der GKVRx-Werte aus den Monatsabrechnungen Ihres Rechenzentrums (ANSG Abführung an den NNF GKVRx)

Wir weisen darauf hin, dass bis zu einer GKVRx-Packungsabgabemenge von 79.999 in den letzten vier Vorquartalen vor der TI-Antragstellung OHNE ANGABE der tatsächlich angeschafften sKT je nach Packungsabgabemenge die Berechnung der Anzahl der sKT-Zusatzausstattung AUTOMATISCH erfolgt.

 

Dies erfolgt nach folgender Custerung:

 

GKVRx-
Packungsabgabemengen

sKT-
Basisausstattung

sKT-
Zusatzausstattung

sKT
GESAMT

0 - 19.999

2

0

2

20.000 - 39.999

2

2

4

40.000 - 79.999

2

4

6

 

Nur in folgenden Ausnahmefällen haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Erstattung der Kosten für eine Sonderausstattung mit stationären Kartenterminals (sKT) zu stellen:

  • Im Falle einer erst kürzlich stattgefundenen Neueröffnung der Apotheke sowie bei erst kürzlich erfolgtem Inhaber- oder Rechtsformwechsel, sofern Sie nachweislich mehr als 2 stationäre Kartenterminals für die Offizin erworben haben oder
  • bei GKVRx-Packungsabgabemengen über 79.999 pro Jahr (Betrachtungszeitraum 4 Quartale vor der Antragstellung), sofern Sie nachweislich mehr als 6 stationäre Kartenterminals für die Offizin erworben haben.

 

Eine ausführliche Übersicht zu den Erstattungspauschalen finden Sie HIER.

Die Ermittlung der Anspruchshöhe für die Erstattungspauschalen der Erstausstattung (Startverarbeitung) einschließlich der stationären Kartenlesegeräte (sKT) erfolgt stichtagsbezogen in Abhängigkeit des Inbetriebnahmedatums der TI in der Apotheke bzw. des TI-Antragsdatums.

 

D. h. bezogen auf die sKT, dass dem Apothekeninhaber die Erstattungspauschalen ausgezahlt werden, die sich gemäß Berechnung (Grundausstattung plus packungsabhängige Zusatzausstattung plus ggf. Sonderausstattung) ergeben. Ein Verzicht diesbezüglich oder eine nachträgliche Beantragung zusätzlicher sKT ist in der Abwicklung nicht vorgesehen und nicht vereinbart.

 

Die Berechnung der größenabhängigen Zusatzausstattung erfolgt gemäß folgender Clusterung:

 

GKVRx-
Packungsabgabemengen

sKT-
Basisausstattung

sKT-
Zusatzausstattung

sKT
GESAMT

0 - 19.999

2

0

2

20.000 - 39.999

2

2

4

40.000 - 79.999

2

4

6

Abb. Clusterung Zusatzausstattung sKT

 

Für aktive Apotheken, für die für den o. a. Berechnungszeitraum keine vollzähligen GKVRx-Packungsmeldungen vorliegen, wird für die unvollständigen und/oder fehlenden Berechnungsquartale eine entsprechende Hochrechnung durchgeführt.

 

Weitere ausführliche Informationen dazu finden Sie HIER.

 

 

 

In der Regel erfolgt die Ermittlung der Anzahl der förderfähigen stationären Kartenterminals (sKT) AUTOMATISCH anhand der verarbeiteten GKVRx-Packungsabgabemengen der letzten vier Quartale!

Nur in folgenden Ausnahmefällen haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Erstattung der Kosten für eine Sonderausstattung mit stationären Kartenterminals (sKT) zu stellen:

  • Im Falle einer erst kürzlich stattgefundenen Neueröffnung der Apotheke sowie bei erst kürzlich erfolgtem Inhaber- oder Rechtsformwechsel, sofern Sie nachweislich mehr als 2 stationäre Kartenterminals für die Offizin erworben haben oder
  • bei GKVRx-Packungsabgabemengen über 79.999 pro Jahr (Betrachtungszeitraum 4 Quartale vor der Antragstellung), sofern Sie nachweislich mehr als 6 stationäre Kartenterminals für die Offizin erworben haben.
     

Bitte stellen Sie KEINEN Antrag auf Erstattung der Kosten für eine Sonderausstattung, wenn die eben genannten 2 Punkte nicht erfüllt sind!

Nach der erfolgreichen Online-Antragstellung erhalten Sie zunächst noch auf der Internetseite des NNF wichtige Hinweise für den weiteren Ablauf.

 

Zusätzlich wird Ihnen an Ihre Portal-E-Mail-Adresse eine Eingangs-Bestätigungs-E-Mail mit ebenfalls diesen Hinweisen gesendet. Bitte prüfen Sie also Ihre E-Mails vom Tag Ihrer Online-Antragstellung.

 

Eine postalische Übersendung des TI-Antrages inklusive der geforderten Nachweise an den NNF ist nur in folgenden Fällen nötig:

  • Wenn Ihre Apotheke in der Rechtsform GbR oder oHG geführt wird.
  • Bei Anträgen von gerade erst kürzlich neu eröffneten/übernommenen Apotheken.
  • Bei Übernahme von Komponenten der TI nach Inhaber- oder Rechtsformwechsel.
  • Bei Ermessensantrag (Antrag auf Kostenerstattung für Sonder-sKT, nur wenn die GKVRx-Packungsanzahl Ihrer Apotheke in den letzten vier Vorquartalen >79.999 Packungen beträgt)

 

Nach elektronischem und/oder postalischen Eingang Ihres Antrages wird dieser beim NNF geprüft und bei Richtigkeit und Vollständigkeit genehmigt.

 

Ihren Status finden Sie auch im NNF-Portal unter "TI-Antrag".
"Geprüft" bedeutet, der Antrag ist vollständig und korrekt - Sie müssen nichts weiter unternehmen.

 

Der Versand des entsprechenden Bewilligungs- und Auszahlungsbescheides sowie die Auszahlung erfolgen grundsätzlich zum Ende des Quartals, das auf das Antragsquartal folgt. Beispiele:

  • Antragstellung im Zeitraum Januar-Februar-März  ►  Bescheid und Auszahlung Ende Juni
  • Antragstellung im Zeitraum April-Mai-Juni  ►  Bescheid und Auszahlung Ende September
  • Antragstellung im Zeitraum Juli-August-September  ►  Bescheid und Auszahlung Ende Dezember
  • Antragstellung im Zeitraum Oktober-November-Dezember  ►  Bescheid und Auszahlung Ende März im Folgejahr

Unmittelbar nach Abschluss des Online-Antrages erhalten Sie sowohl auf der NNF-Internetseite als auch per E-Mail an die von Ihnen festgelegte Portal-E-Mail-Adresse die Information, dass der Antrag erfolgreich an den NNF übermittelt wurde und was die weiteren Schritte sind.

 

Den Status der Bearbeitung Ihres Antrages finden Sie auch jederzeit nach erneutem Login im NNF-Portal unter "TI Antrag".

 

Der Versand des entsprechenden Bewilligungs- und Auszahlungsbescheides sowie die Auszahlung erfolgen grundsätzlich zum Ende des Quartals, das auf das Antragsquartal folgt. Beispiele:

  • Antragstellung im Zeitraum Januar-Februar-März  ►  Bescheid und Auszahlung Ende Juni
  • Antragstellung im Zeitraum April-Mai-Juni  ►  Bescheid und Auszahlung Ende September
  • Antragstellung im Zeitraum Juli-August-September  ►  Bescheid und Auszahlung Ende Dezember
  • Antragstellung im Zeitraum Oktober-November-Dezember  ►  Bescheid und Auszahlung Ende März im Folgejahr

Nein, es müssen nicht alle Gesellshafter unterzeichnen. Die Unterschrift eines vertretungsberechtigten Gesellschafters ist ausreichend.

Die Erstattung der monatlichen Betriebskostenpauschalen erfolgt quartalsweise AUTOMATISCH ohne einen weiteren Bescheid dazu.

 

Im ursprünglichen TI-Bewilligungs- und Auszahlungsbescheid ist die Höhe und Zahlungsweise der Betriebskostenpauschale einmalig und gültig für alle weiteren, fortlaufenden Zahlungen aufgeführt.

 

Die Zahlung der Betriebskostenpauschale erlischt mit Schließung oder Übergabe der Apothekenbetriebsstätte.

Nach Bearbeitung des Rechtsformwechsels beim NNF erhalten Sie für die Apotheke in der neuen Rechtsform vom NNF eine neue NNF-ID / Fonds-Ident-Nummer.

 

Unter dieser neuen NNF-ID registrieren Sie sich bitte erneut für den Zugang zum NNF-Portal.

 

Anschließend können Sie mit der neuen NNF-ID erneut einen TI Antrag stellen inklusive Angabe der übernommenen TI-Komponenten, die bereits vom NNF für die bisherige Rechtsform erstattet wurden.

 

Als Datum der Inbetriebnahme verwenden Sie bitte das Datum des Rechtsformwechsels. Ab diesem Datum erfolgt dann auch die Weiterzahlung der laufenden Betriebskostenpauschale für die neue NNF-ID (Auszahlung quartalsweise ohne nochmaligen Bescheid).

Bei einem Inhaberwechsel einer Apotheke gibt es zwei mögliche Konstellationen zu unterscheiden:

 

A) Der bisherige Inhaber hat bis zum Inhaberwechsel noch KEINEN TI-Antrag beim NNF gestellt

  • Der neue Inhaber stellt einen TI-Antrag
    • ohne Komponenten-Übernahme
    • ohne Ermessensantrag für Neueröffnung/Inhaberwechsel >79.999 Packungen GKVRx und erhält die Basisausstattung (2 sKT)
  • Wenn aufgrund der Apothekengröße die Überschreitung der Packungsgrenze von 20.000 Packungen GKVRx im Jahr zu erwarten ist, erstellt der neue Inhaber einen TI-Antrag
    • ohne Komponenten-Übernahme
    • mit Ermessensantrag für Neueröffnung/Inhaberwechsel unter Beifügung der Rechnungskopien für die Beschaffung der sKT über die Basisausstattung hinaus

 

B) Der bisherige Inhaber hat bis zum Inhaberwechsel bereits einen TI-Antrag beim NNF gestellt

 

Wenn hier der neue Inhaber KEINE Komponenten vom Vorgänger übernimmt ist wie unter A) beschreiben zu verfahren.

 

Bei ÜBERNAHME VON KOMPONENTEN gilt folgendes Verfahren:

  • Der neue Inhaber stellt seinen TI-Antrag
    • mit Komponenten-Übernahme
    • ohne Ermessensantrag für Neueröffnung/Inhaberwechsel >79.999 Packungen GKVRx

und erhält Erstattungspauschalen

  • für das Erstausstattungsbundle abzgl. der übernommenen Komponenten wie Konnektor-/sKT-Erstattung
  • einmalige Betriebskostenerstattung für SMC-B- und HBA-Smartcard (die SMC-B-Smartcard sollte grundsätzlich nicht übernommen werden)
  • quartalsweise Betriebskostenerstattung ab technischer Inbetriebnahme, die im TI-Antrag angegeben wurde

 

  • Ein Ermessensantrag auf Neueröffnung/Inhaberwechsel muss/braucht nur gestellt werden, wenn tatsächlich mehr sKT in der Apotheke angeschafft als übernommen wurden. In den übrigen Fällen hebt die Übernahme der sKT eine weitere Kostenerstattung auf.

 

 

Wenn Ihre Apotheke an einen neuen Inhaber übergeben wird, die Anbindung aller Komponenten an die Telematikinfrastruktur (TI) bereits erfolgt ist und noch kein TI-Antrag gestellt wurde, dann können Sie noch Ihren TI-Antrag stellen. Bitte möglichst umgehend.

 

Die Zahlung der quartalsweisen Betriebskostenpauschalen endet jedoch mit dem Wechseldatum. SMC-B- und HBA-Smartcard, sofern nicht mehr benötigt, müssen jedoch gekündigt werden.

 

Gemäß der Rahmenverträge zu den Endnutzerverträgen zu HBA- und SMC-B-Smartcard ist ein außerordentliches Kündigungsrecht in § 5 vereinbart.

 

Bezüglich des HBA (Vertrag in Anlage 1) ist grds. eine außerordentliche Kündigung festgelegt, wenn der Auftragsgeber – hier HBA-Inhaber – 12 Monate seine Tätigkeit in einer Apotheke nicht ausübt.

 

Bezüglich der SMC-B-Smartcard (Vertrag in Anlage 2) ist grds. eine außerordentliche Kündigung festgelegt, wenn der Auftragsgeber – Apothekeninhaber – die Betriebserlaubnis für die Apotheke nicht mehr besitzt.

Wobei eine Auslauffrist von 3 Monaten zu beachten ist.

 

Die SMC-B-Smartcard ist auf Empfehlung der ABDA bei einem Wechsel in der Apothekenbetriebsstätte auszutauschen. Die Weiternutzung sollte nicht erfolgen.

 

Daher ist es erforderlich, dass entsprechend zeitnahe die Neubeantragung erfolgen sollte, da die technische Inbetriebnahme von der Aktivierung der SMC-B-Smartcard in der Apothekenbetriebsstätte abhängig ist.

Um einen Kostenerstattungsantrag stellen zu können, ist zwingend vorausgesetzt, dass die technische Inbetriebnahme abgeschlossen worden ist. Damit ist eine Antragsstellung nicht möglich und die Kosten für die einmaligen Betriebskostenpauschalen für die Smartcards können nicht gezahlt werden. Hier verweisen wir auf die Endnutzerverträge unter § 5.

Bei dieser Gutschrift handelt es sich um die automatische, quartalsweise Zahlung der Betriebskostenpauschale im Rahmen der Anbindung der Apotheke an die Telematikinfrastruktur (TI). Für diese quartalsweisen, automatisch fortlaufenden Gutschriften gilt stets der initiale Auszahlungs- und Bewilligungsbescheid (TI-BW) für die Kostenerstattung der Erstausstattung für die TI-Inbetriebnahme. Weitere Bescheide werden dazu nicht erstellt. Die Inhaber/Inhaberinnen können sich bei Bedarf diesen Bescheid jederzeit nach Login im NNF-Portal unter „Meine Bescheide“ abrufen.

JA.

 

Für die Bearbeitung des Kostenerstattungsantrages für die TI-Erstausstattung wird eine Abwicklungspauschale in Höhe von 78,00 Euro erhoben. Diese wird automatisch von der Gesamterstattungspauschale abgezogen und im Auszahlungs- und Bewilligungsbescheid aufgeführt.